Beim Ironman 70.3 die maximale Leistung abrufen und optimal regenerieren

1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen – der Ironman 70.3 in Rapperswil-Jona steht für überragende sportliche Leistungen. Nach einem 6. Platz in seiner Alterskategorie (2018) nimmt der 28-jährige Patrick Benz aus Islikon (TG) in diesem Jahr erneut an diesem Triathlon-Spektakel teil. Ein funktionelles Mikronährstoffprofil sowie eine 24-Stunden-Messung der Herzratenvariabilität lieferten ihm wertvolle Erkenntnisse für die Vorbereitung.

Herr Benz, über den Wasserball sind Sie vor 3 Jahren zum Triathlon gekommen. Welche Schwerpunkte setzen Sie in der Vorbereitung auf den Ironman 70.3 – zusätzlich zum eigentlichen Training der drei Disziplinen sowie von Kraft, Athletik und Ihrer Grundausdauer?

Patrick Benz: Selbstverständlich setze ich mich dazu auch mit einer trainingsorientierten Ernährung und der Versorgung mit Mikronährstoffen auseinander. Ich trainiere zwischen 12 und 14 Stunden pro Woche – da hat der Körper zwangsläufig einen höheren Bedarf an gewissen Substanzen, dass alle Stoffwechselprozesse optimal ablaufen können. Bislang habe ich mich dabei so an die üblichen allgemeinen Empfehlungen gehalten, die man als Sportler eben so bekommt – ohne aber genau zu wissen, welche Mikronährstoffe mein Körper in welcher Dosierung tatsächlich benötigt.

Indem Sie sich für ein funktionelles Mikronährstoffprofil entschieden haben, sind Sie auf diesem Gebiet nun einen anderen Weg gegangen. Was war dabei neu für Sie?

Patrick Benz: Das Grundprinzip «Messen – Machen – Messen» ist etwas völlig anderes, als wenn man dieses Thema im Internet googelt. In einem professionellen Umfeld werden von Fachleuten saubere Analysen erstellt – in meinem Fall z. B. ein persönliches Mikronährstoffprofil, wozu im Blut ganz bestimmte Werte gemessen werden. Allfällige Defizite oder auch gute Werte, die noch weiter optimiert werden können, habe ich dann mit dem Arzt Andreas Scheler* sehr detailliert und fundiert besprochen. Anschliessend war für mich nachvollziehbar und klar, welche Schwerpunkte ich setzen und worauf ich achten sollte. Gegenüber dem Standardvorgehen liegt für mich der wesentliche Unterschied bei HCK® darin, dass ich auf dieser Basis eine Mikronährstoffmischung erhalte, die meinem individuellen Bedarf exakt entspricht.

Welche Analysen geben Ihnen ergänzend zu Ihrem metabolischen Status noch weitere Anhaltspunkte, um Training und Regeneration zu planen und zu steuern?

Patrick Benz: Neben meinem persönlichen Mikronährstoffprofil halte ich auch die 24-Stunden-Messung der Herzratenvariabilität für sehr wertvoll, z. B. um genau zu erkennen, wann der Körper mehr Ruhe benötigt. Für mich als Sportler war die Auswertung ziemlich aufschlussreich, u. a. was die Informationen über das vegetative Nervensystem anbelangt. Daran kann man erkennen, ob Sympathikus und Parasympathikus in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen. Für mich hat sich das als passender Mosaikstein im grossen Ganzen erwiesen, um beispielsweise ganz gezielt Massnahmen für einen noch erholsameren Schlaf zu ergreifen. Anhand der HRV zu überprüfen, ob mein subjektives Körpergefühl mit den gemessenen Werten tatsächlich übereinstimmt, war ebenfalls sehr interessant.

Von welchen Kräften hängt die gesunde Balance zwischen Leistung und Entspannung ab?

Patrick Benz: Wenn ich bis zu 14 Stunden pro Woche trainiere, dann muss ich dabei auch konsequent auf die Regeneration und die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen achten. Für mich geht es primär darum, dass ich am Tag des Wettkampfes meine perfekte Leistung abrufen kann. Dass ein Sportler seinen Körper dabei Stress aussetzt, ist bekannt. Für die richtige Balance sind regelmässige Erholungsphasen deshalb so extrem wichtig – körperlich und mental. Dazu zählt, sich zwischendurch sehr locker zu bewegen oder auch mal überhaupt nichts zu tun. Oder Entspannungsübungen, um im Kopf wieder frei zu werden. Eine ausgewogene Ernährung und die Versorgung mit Mikronährstoffen sind ebenfalls Teil der Regeneration, denn der Energieverbrauch ist beim Ironman 70.3 sehr hoch. Und nicht zu vergessen die Schadstoffe, die der Körper selbst produziert und bei einem gut funktionierenden Stoffwechsel auch wieder abbauen kann.

Was ist für Sie letztlich der Schlüssel zum Erfolg?

Patrick Benz: Was genau zum Ziel führt, ist immer schwer zu sagen. Letztlich sind es verschiedene Zahnräder, die reibungslos ineinandergreifen müssen. Klar ist: Wenn ich nicht richtig trainiere, dann werde ich bei einem Wettkampf auch nicht gut abschneiden. Doch wenn z. B. der Bedarf an Mikronährstoffen nicht gedeckt ist oder Körper und Geist sich nicht ausreichend regenerieren können, dann kann ich an einem Wettkampf auch keine Spitzenleistung abrufen. Sehr wichtig sind dabei auch die mentalen Faktoren, insbesondere um im Kopf immer frisch zu bleiben und wieder Lust auf´s Training zu bekommen.

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Nochmals zurück zur Ernährung. Worauf achten Sie bei der Versorgung mit Mikronährstoffen ganz besonders?

Patrick Benz: Ich achte z. B. auf das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren. Das ist ein Teil der Ernährung, der bei unserer mitteleuropäischen Kost vielfach zu kurz kommt – insbesondere wenn man wenig Fisch isst. Ich persönlich gehe davon aus, dass dies meinem gesamten Herz-Kreislauf-System guttut. Ich vergleiche das mit einem leistungsstarken Motor, dessen Getriebe regelmässig mit einem hochwertigen Öl geschmiert wird. Und so stelle ich mir das auch mit dem Herz und mit den Blutgefässen vor. Doch in der Welt des Sports gibt es auch dazu ganz unterschiedliche Auffassungen darüber, was mehr oder weniger hilft. Viele Aussagen lassen sich nicht einfach so verallgemeinern, weil die Ziele, Voraussetzungen und die Herangehensweise bei jedem Einzelnen sehr unterschiedlich sind. Das heisst: Kein Konzept kann genau gleich sein, sondern muss viele individuelle Faktoren und Zusammenhänge berücksichtigen.

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